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    Über World Garden Mongolia

I have a dream :  I want a green Mongolia.

In the past years there was a goldrush in Zaamar. Result is a destroyed lamdscape. Looks like the moon. The poeple lost their home, their lifestock, their income, the nature, the base of their life.

The Luur river is destroyed and heavily polluted, the soil is destroyed and polluted, the groundwater is poisened.

My dream is planting trees in Zaamar. Trees, bushes, shrubs. Green meadows with flowers and animals. Singing birds. Every Mongolian gets a tree in Zaamar. His own, his personal tree. With his/ her name on it, to find the roots, to symbolize the family, and to show the importance of a green and clean environment.

Nothing is more powerful than an idea whose time has come !

Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist ! (Victor Hugo)

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1. Die Situation

Schrittweise Re-Naturisierung des Zaamar-Gebietes

Der Fluss Tuul ist in der Mongolei gut bekannt, weil er rund 820 km, beginnend in der Nord-Mongolei, durch die Hauptstadt Ulan Bator und quer durch die Mongolei zum Baikalsee fliesst. Dabei umrundet er auch das Gebiet um Zaamar in Tov Aimag.

Shaamar, Mongolia

Zaamar / Mongolia in Google Earth

Zaamar Sum liegt ca. 180 km nordwestlich von Ulaanbaatar im Tov Aimag  und wird vom Tuul auf der Westseite begrenzt. Sein Flussbett ist reich an Erzen und Gold.

Im Rahmen des Gold-Programms der Regierung von 1993 wurde in etwa einem Drittel des Territoriums der Zaamar Sum Schürfrechte zum Gold-Abbau vergeben. Dies führte zu einer ökologischen Katastrophe auf lokaler, regionaler und bilateraler Ebene. Viele der kleineren Flüsse und ganze Seen trockneten aus wegen des übermäßigen und ineffizienten Verbrauchs von Wasser für den Bergbau und fehlenden Sanierungsmaßnahmen nach dem Ende des Abbau’s.

Gleichzeitig wurde der Boden und das Wasser des Flusses und seiner Umgebung mit Schwermetallen wie Quecksilber (mercury) kontaminiert. Die steilen Halden und Kahlflächen rund um die Flussufer begünstigen Winderosion und Wüstenbildung.

mongolian diggers (Ninja's) at Tuul river

Durch den Einsatz veralterter Bergbaumethoden und -technologien wurden die Flüsse Tuul, Orchon und Selenge stark verschmutzt. Da diese Flüsse die wichtigsten Zuflüsse für den Baikalsee (Russland) sind, hat dieses weltweit größte Süßwasser-Reservoir eine deutliche Verschmutzung erfahren. Eine Rekultivierung betrifft deshalb nicht nur Zaamar Sum, die Mongolei und auch Russland, sondern ist ein dringendes internationales ökologisches Problem, das einer baldigen und umfassenden Lösung bedarf.

Auf mongolischem Boden sind über 250 große und kleine Goldminen in Betrieb. In der Zeit Zeit von 1993 bis 2003 gab es nach offiziellen Angaben etwa 35 Minen in Zaamar. 29 dieser Firmen haben ungefähr 2.215 Hektar genutzter Flächen in einem absolut desolaten Zustand und ohne jeden Versuch der Rekultivierung verlassen.

Jede Rekultivierung im Tagebau ist eine komplexe Operation und erfordert  grosse Summen an Geld und auch viel Zeit. Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass eine vollständige Wiederherstellung der Natur mindestens 10 bis 15 Jahre dauert und sehr schwierig ist, insbesondere unter dem Aspekt der geringen Niederschlagsmengen in dem betroffenen Gebiet.

Viele dieser Renaturisierungsmaßnahmen, für welche die Bergbaugesellschaften sogar ein Budget zur Verfügung gestellt hatten, blieben erfolglos, weil sie nicht konzeptionell durchgeführt wurden. Ausserdem wurden keine konkreten Schritte ergriffen, um geeignete Verwaltungsstrukturen zu schaffen, welche die Durchführung von biologischen Sanierungen nach modernen ökologischen Technologien, Standards und Anforderungen hätten durchsetzen können. In der Folge verließen nicht nur viele Einheimische das Gebiet, es gab auch viele Initiativen von Einheimischen gegen Sanierungsmaßnahmen.

Zaamar im Winter

Die „Toson Zaamar“-Bewegung initiierte ein Projekt „Nogoon Tugul“ (Grüner Garten) und bat um Unterstützung des Parlaments, der mongolischen  Regierung und der zuständigen Ministerien und Behörden, aber ohne  Ergebnis. Es gab nur Versprechen, aber keine Unterstützung.

Eine Sanierung des Gebietes ist aufgrund der fortschreitenden Zerstörung der Lebensgrundlage vieler Menschen aber dringend erforderlich.

Wir stellen hier in Kurzform ein Konzept vor, das relativ kostenschonend eine erfolgreiche und vollständige Sanierung und Renaturisierung ermöglicht und gleichzeitig der betroffenen Bevölkerung eine neue Lebensgrundlage bieten wird.